Was wichtig zu wissen ist, dass künstliche
Haarfärbemittel und auch künstliche Stoffe mit denen man die
Haare tönen kann, giftige Stoffe beinhalten. Die Kopfhaut
absorbiert Stoffe sehr gut - das heißt, das Chemikalien
aus dem Haarfärbemittel, über die Kopfhaut aufgenommen werden
können. Es ist bewiesen, dass Stoffe aus dem Färbemittel in
der Muttermilch und auch beim gestillten Kind nachgewiesen
werden können. Das heißt, der Weg geht über die Kopfhaut, in
die Blutbahn, in die Muttermilch.
Friseusinnen zeigten gegenüber der
Durchschnittsbevölkerung einen höheren Anteil an
Blasenkrebserkrankungen in einer Studie von 2001 ( Use of
permanent hair dyes and bladder cancer risk. Gago-Dominguez M.,
Castelao J.E.,Yuan J.M.,Yu M.C., Ross R.K. Int.J. Cancer 2001
Feb 15;91 4:575-9), aber eine neuere Studie von 2003 aus
Schweden zeigt keine signifikante Risiko-Erhöhung von
Blasenkrebs bei dieser Berufsgruppe. Womöglich hängt dies
mit der geänderten Zusammensetzung der modernen Färbemittel (
Cancer risks in hairdressers - Czene K., Tikkaja S., Hemminki K
- Int.J. Cancer 2003 May 20; 105 1: 108-12.) zusammen.
Daher gibt es bislang auch keine Empfehlung bezüglich
der Mutterschaftsrichtlinien, dass Schwangere mit diesem Beruf
Ihren Job nicht ausüben dürfen oder mit Färbemitteln nicht
arbeiten dürfen.
Bisher gibt es auch keine Hinweise dafür, dass künstliche Haarfärbemittel toxisch auf Embryos wirken.
Haarfärben ist demnach erlaubt.
Trotzdem entscheiden sich viele Frauen dafür, das
Haarefärben auf einen späteren Zeitpunkt nach der Geburt
oder gar nach dem Abstillen zu vertagen - oder entschliessen
sich für eine Haarfärbemethode ohne künstliche Mittel - wie zum
Beispiel mit Henna Farben. Oder für eine Färbemethode, in dem
die Farbe mit der Kopfhaut so wenig wie möglich in Kontakt
tritt, wie zum Beispiel beim Strähnchen setzen.
