Die Erreger der Scharlach sind ß-hämolysierende
A-Streptokokken welches ein Toxin (Gift) bilden. Die
Erkrankung wird übertragen durch sogenannte Tröpfcheninfektion
(Beim Husten oder Niesen z.B. entweichen kleinste Tröpfchen aus
dem Mund/Nase der an Scharlach erkrankten Person) Diese können
durch andere Personen aufgenommen werden durch einatmen was
wiederum zur Infizierung (Ansteckung) führt und evtl. zum
Ausbruch der Erkrankung. Es kann auch bei engem Kontakt mit
einem Erkankten oder auch einem Keimträger, der selbst gesund
ist, übertragen werden.
Die Inkubationszeit (Zeit von der Infizierung bis zum Ausbruch
der Erkrankung mit Symptomen) ist unterschiedlich aber
ca. 2 bis 5 Tage.
Bei einer Erkrankung kommt es zu einer Infektion der Mandeln und zur Ausprägung einer Angina. Man entwickelt Halsschmerzen - kommen die giftigen Wirkungen der Streptokokkenbakterien zum Vorschein, entsteht dann das Bild der Scharlach-Erkrankung.
- hohes Fieber
- Angina
- Hautausschlag ( einen kleinen fleckigen roten Ausschlag)
- Symptome halten 3 bis 7 Tage
Komplikationen:
- entzündliche Nierenerkrankungen
- Herzmuskelentzündung
- Rheuma ähnliche Symptome
Am häufigsten kommt Scharlach vor bei: Kinder von 2 bis 14 Jahre.
Der Nachweis der Scharlach geschieht über einen Rachen- bzw.
Tonsillenabstrich. Hier kann der Erreger direkt nachgewiesen
werden - eine Blutuntersuchung ist nicht angeordnet und nicht
hilfreich, da der Nachweis im Blut erst nach 2-4 Wochen
auftritt!
Eine schon durchgemachte Scharlacherkrankung hinterlässt wohl
eine Abwehr, aber es gibt keine Antikörper die man im Blut
nachweisen könnte.
Therapie:
Die Therapie besteht aus einer Antibiotikakur mit
Penicilline - dies wird so schnell wie möglich verabreicht und
wird über 10 Tage gegeben. Eine Antibiotikagabe verhindert auch
die Entstehung von Komplikationen und nachfolgende
Erkrankungen.
Was macht man in der Schwangerschaft?
Beim allersten Verdacht auf eine Scharlacherkrankung
in der Schwangerschaft wird sofort mit derPenicillineinnahme
begonnen - man entnimmt vor der Einnahme der Antibiotika wohl
einen Rachenabstrich aber wartet nicht auf die Ergebnisse der
Untersuchung.
Bei stillenden Frauen mit Scharlach darf ruhig weiter
gestillt werden mit Mundschutz.
Sollte eine Penicillinallergie vorhanden sein dürfen Penicilline nicht verabreicht werden - hier muss man auf andere Antibiotika ausweichen.
Eine vorsorgliche oder schützende Gabe von Penicillin ohne den Verdacht auf einer Ansteckung wird nicht verabreicht - dies kann höchstens erfolgen, wenn kurz vor dem Geburtstermin Kontakt mit einem Erkrankten gewesen ist.
