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Hilfe! - Ansteckende Erkrankungen

Schwanger & Scharlach

Ganz wichtig zu wissen:

Es gibt keine Dokumentation zu Schäden beim ungeborenen Kind und Komplikationen in der Schwangerschaft bei einer Scharlacherkrankung.

Schwanger & Scharlach
Scharlach und Schwanger

Die Erreger der Scharlach sind ß-hämolysierende A-Streptokokken welches ein Toxin (Gift) bilden.  Die Erkrankung wird übertragen durch sogenannte Tröpfcheninfektion (Beim Husten oder Niesen z.B. entweichen kleinste Tröpfchen aus dem Mund/Nase der an Scharlach erkrankten Person) Diese können durch andere Personen aufgenommen werden durch einatmen was wiederum zur Infizierung (Ansteckung) führt und evtl. zum Ausbruch der Erkrankung. Es kann auch bei engem Kontakt mit einem Erkankten oder auch einem Keimträger, der selbst gesund ist, übertragen werden.
Die Inkubationszeit (Zeit von der Infizierung bis zum Ausbruch der Erkrankung mit Symptomen) ist unterschiedlich aber ca.  2 bis 5 Tage.

Bei einer Erkrankung kommt es zu einer Infektion der Mandeln und zur Ausprägung einer Angina. Man entwickelt Halsschmerzen - kommen die giftigen Wirkungen der Streptokokkenbakterien zum Vorschein, entsteht dann das Bild der Scharlach-Erkrankung.

  • hohes Fieber
  • Angina
  • Hautausschlag ( einen kleinen fleckigen roten Ausschlag)
  • Symptome halten 3 bis 7 Tage

 

Komplikationen:

  • entzündliche Nierenerkrankungen
  • Herzmuskelentzündung
  • Rheuma ähnliche Symptome

 

Am häufigsten kommt Scharlach vor bei:  Kinder von 2 bis 14 Jahre.

 

Der Nachweis der Scharlach geschieht über einen Rachen- bzw. Tonsillenabstrich. Hier kann der Erreger direkt nachgewiesen werden - eine Blutuntersuchung ist nicht angeordnet und nicht hilfreich, da der Nachweis im Blut erst nach 2-4 Wochen auftritt!
Eine schon durchgemachte Scharlacherkrankung hinterlässt wohl eine Abwehr, aber es gibt keine Antikörper die man im Blut nachweisen könnte.

Therapie:
Die Therapie besteht aus einer Antibiotikakur mit Penicilline - dies wird so schnell wie möglich verabreicht und wird über 10 Tage gegeben. Eine Antibiotikagabe verhindert auch die Entstehung von Komplikationen und nachfolgende Erkrankungen.

Was macht man in der Schwangerschaft?

Beim allersten Verdacht auf eine Scharlacherkrankung in der Schwangerschaft wird sofort mit derPenicillineinnahme begonnen - man entnimmt vor der Einnahme der Antibiotika wohl einen Rachenabstrich aber wartet nicht auf die Ergebnisse der Untersuchung.
Bei stillenden Frauen mit Scharlach darf ruhig weiter gestillt werden mit Mundschutz.

Sollte eine Penicillinallergie vorhanden sein dürfen Penicilline nicht verabreicht werden - hier muss man auf andere Antibiotika ausweichen.

Eine vorsorgliche oder schützende Gabe von Penicillin ohne den Verdacht auf einer Ansteckung wird nicht verabreicht - dies kann höchstens erfolgen, wenn kurz vor dem Geburtstermin Kontakt mit einem Erkrankten gewesen ist.

Autor: Frau Dr. Reeve

Erstmalig erstellt am: 22.11.07
Zuletzt bearbeitet am: -