Vor allem ist es wichtig zu wissen, dass Ihre Haut in der Schwangerschaft anders reagiert als normal. Vielleicht haben Sie auch schon eine Bräunung der Haut bemerkt, z.B.: von Ihrem Nabel abwärts Richtung Schambein? Oder die Brustwarzen werden dunkler.
Die Pigmentierung in der Haut ist vermehrt in der Schwangerschaft.
Manche Frauen entwickeln braune Flecken auf der Haut, im Gesicht oder an den Armen - sog. Chloasma. Diese werden durch die Hormonumstellung hervorgerufen. Genauso kann jede Schwangere durch natürliche oder künstliche Sonneneinwirkung solche Flecken bekommen.
Sonne:
Die natürlichen Strahlen der Sonne sind nicht gefährlich für
Ihr Baby - und für Sie ist die Sonne nicht gefährlicher
oder ungefährlicher, wie außerhalb der Schwangerschaft.
Im Allgemeinen ist es bekannt, dass man nicht zu lange in der
prallen Sonne liegen darf und ein Sonnenbrand sollte auf jeden
Fall vermieden werden.
Wir wissen alle, dass die Ultraviolet-A-Strahlen in der
Sonne zu Hautkrebs führen können.
Sie dürfen in der Schwangerschaft unbeschwert Sonnenschutzcremes benutzen - sie sind nicht gefährlich für das Baby. Sie sollten auch Maßnahmen treffen um einem Sonnenbrand vorzubeugen - sprich Sonnenhut oder Sonnencap, Sonnenbrille. Und es nicht übertreiben mit dem Sonnenbad.
Vermeiden Sie das Sonnen in warmen Ländern um die
Mittagszeit.
Natürliche Antioxidanzien wie Vitamin A, C und E sowie Grüner
Tee sollen auch ein klein wenig vor Sonnenbrand schützen.
Nehmen Sie lieber mechanische Hilfen zum Sonnenschutz - gute
Kleider, Hüte, Caps, Tücher, Sonnenschirme und Sonnensegel.
Solarium:
Im Prinzip gilt hier das gleiche, wie für nicht Schwangere.
Auch hier wissen wir alle, dass zu langes und zu häufiges
Sonnenbaden auch unter Kunstlicht, zu Hautschäden führen
kann.
Bei normalem Gebrauch ist das Solarium/Sonnenstudio nicht
gefährlich für Ihr ungeborenes Baby.
Sie sollten wissen, dass auch hier die Haut anders reagieren
kann. Auch kann es sein, dass man in Rückenlage, während der
fortgeschrittenen Schwangerschaftszeit das Vena Cava
Syndrom/Symptome bekommen kann - sprich Schwindel und
Kreislaufprobleme bis hin zur Ohnmacht. Deswegen sollten Sie
sich in der Spätschwangerschaft nie in einer Sonnenkabine
einschließen und immer fragen, ob die Aufsicht nach einer
bestimmten Zeit mal eben nachsehen kann, ob es Ihnen
gut geht. Das macht das Personal in guten Sonnenstudios sicher
gerne, falls Sie nicht auf die Sonnenbank verzichten
können.
Ein viel zu langes Sonnenbad, ob in der Sonne oder auf der
Sonnenbank kann, wenn es stark übertrieben wird, zur erhöhten
Körpertemperatur der Schwangeren führen - eine
Körpertemperaturerhöhung von > 39°C über längere Zeit kann
in der Frühschwangerschaft zum Fruchtschaden führen, in der
späteren Schwangerschaft zu vorzeitigen Wehen.
Selbstbräuner:
Selbstbräunungscremes und -sprays bewirken eine Bräunung der
obersten Schichten der Haut und dringen nicht tiefer ein. Somit
sind sie in der Schwangerschaft ungefährlich für Sie und Ihr
Baby.
Suchen Sie sich dann aber ein Produkt aus, das die
Bräunungsbeschleuniger Psoralene nicht beinhaltet - denn diese
sollen krebserzeugend sein.
In den Bergen:
Wir wissen, dass die Intensität der natürlichen
Strahlungen zunimmt, je höher Sie sich befinden.
Achtung: Die Sonnenstrahlen sind in den Bergen viel stärker.
Man wird schneller braun, aber auch schneller rot! Das heißt:
Nehmen Sie, wenn überhaupt, nur kurze Sonnenbäder und wenden
Sie gute Sonnenschutzmethoden an.
Es gibt keine Berichte über vermehrte Schäden beim
Ungeborenen bei den Einwohnern von Bergdörfern oder
Städten.
