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Tipps für die Dammnaht

Der Dammschnitt - oder die Episiotomie

Diese ist manchmal nötig um dem Durchdringen des vorangehenden Teils des Babys genügend Platz zu geben - und um ein stärkeres Einreissen der Vagina/Scheide zu verhindern.

Die Dammnaht oder die Episiotomienaht - kann sehr empfindlich sein nach der Geburt.

 

Wenn das Köpfchen oder ein anderer vorangehender Teil durch den Beckenausgang tritt - und der Damm (das ist die Haut zwischen der Scheide und dem After) droht zu reissen - wird Ihre Hebamme oder der Arzt einen Dammschnitt machen - damit das Köpfchen oder andere vorangehende Teile ( der Steiß) mehr Platz bekommen und besser durchtreten können. Der Dammschnitt wird nach der Geburt genäht.

Diese Naht braucht seine Zeit um zu heilen und kann besonders in den ersten Tagen sehr empfindlich sein. Schmerzen brauchen Sie nicht auszuhalten, fragen Sie Ihren Arzt oder Hebamme nach einem geeigneten Schmerzmittel, wenn es nötig ist. Lassen Sie ruhig die Naht nochmals anschauen, wenn sie besonders schmerzhaft sein sollte.

 

Ein Tipp um die Naht zu schonen und die Schmerzen zu lindern :

 

Kaufen Sie vorher einen Schwimmring für Kinder und wickeln Sie ihn in ein Kopfkissen. Diesen Ring können Sie als Sitzfläche benutzen. Sie sitzen auf dem Ring und hängen sozusagen mit Ihrer Dammnaht in der Mitte des Ringes - sitzen also gar nicht auf Ihrer Naht. Dies führt zu weniger Irritationen und Druckschmerzen an Ihrer Dammnaht.

 
Allerdings kann es für manche Frauen besser sein mit der Dammnaht auf einem harten Sitz zu sitzen. Man muss es ausprobieren. Der Sitz auf einem Ring kann unter Umständen einen hohen Druck auf die Dammnaht ausüben und zur Anschwellung im Bereich der Naht führen. Dann hilft eher das Sitzen auf einer festen Unterlage!

 

Im Gegensatz zu einigen Angaben, haben manche Frauen noch Monate nach der Geburt etwas Leid mit der alten Dammnaht -  aber mit der Zeit wird es besser und die Beschwerden verschwinden normalerweise.

Oft haben Frauen beim Stuhlgang Angst vor Schmerzen im Bereich der Naht. Es entsteht dann häufig eine Obstipation (harter Stuhlgang) dadurch, dass man Angst hat beim Stuhlgang zu drücken. Auch hier kann Ihr Arzt oder Hebamme Ihnen mit guten Tipps helfen. Ggfs muss man die Ernährung umstellen - mehr Vollkornprodukte und faserreiche Stoffe helfen dem Stuhlgang oder auch etwas Milchzucker Sirup hilft den Stuhlgang etwas weicher zu halten.

 

 

 

Autor: Frau Dr. Reeve

Erstmalig erstellt am: 12.07.07
Zuletzt bearbeitet am: -