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Frage von Petra:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin schwanger und bin Rhesus negativ, mein Mann ist Rhesus positiv.
Ich soll in der 28. Schwangerschaftswoche eine Anti-D-Spritze erhalten. Meine beiden großen Kinder sind beide positiv und ich habe erst nach der Geburt eine Spritze erhalten.
Ist dies für das Baby in der Schwangerschaft nicht schädlich? Kann ich mir die Spritze nicht erst nach der Geburt geben lassen?
Bitte um baldige Mitteilung, da ich am Montag einen Termin beim Frauenarzt habe.

Vielen herzlichen Dank
Petra

Liebe Petra,

seien Sie unbesorgt und haben Sie vertrauen in Ihren Frauenfacharzt.

Früher war das so, dass man nur nach der Geburt eine sogenannte Anti-D-Spritze verabreichte. Seit einigen Jahren schon verabreicht man Frauen welche Rhesus positiv sind und deren Kindsvater Rhesus negativ ist,  nach der AK-Titerbestimmung in der 24-27. Woche (Ergebnis steht auf der Seite 3 Ihres Mutterpasses - dies sollte normalerweise negativ sein, kann in Ausnahme Situationen positiv sein), auch zwischen der 28. und 30. Schwangerschaftswoche (steht auch im Mutterpass notiert ganz oben auf der Seite 7 Ihres Mutterpasses) eine Anti-D Spritze und nicht nur nach der Geburt.
Dies schützt Kinder in den darauf folgenden Schwangerschaften besser.

Sowohl während der Schwangerschaft zwischen der 28. und 30. Woche und nach der Geburt (und unter anderem, zwischendurch ab der 12. Schwangerschaftswoche wird auch Anti-D verabreicht., wenn Sie Blutungen in der Schwangerschaft oder z.B. Eingriffe - wie Fruchtwasserpunktionen ) erhalten  Rhesus negative Frauen, deren Partner Rhesus positiv sind oder bei unbekannte Rhesusfaktor des Partners, eine Ant-D-Gabe.

Warum macht man das jetzt so?
Weil man festgestellt hat, dass Blutzellen von Ihrem Baby auch während der Schwangerschaft in Ihre Blutbahn gelangen können und zu einer Antikörperbildung bei Ihnen führen können und das nicht nur bei der Geburt. Um diese Antikörperbildung zu verhindern verabreicht man die Spritze.
Nun kan es sein, dass man sagt , das ist aber meine letzte Schwangerschaft - es folgen keine weitere - auch dann ist der Frauenarzt verpflichtet Ihnen diese Spritzen zu verabreichen.

Mehr dazu unter unsere Info: Rhesus faktor negativ?

Nachfrage von Petra nach Erhalt der Antwort

Hallo Julia,

danke für die schnelle Antwort. Eines ist mir trotzdem noch unklar. Ich möchte kein weiteres Kind mehr (ich bin 41 Jahre alt, kann ich die Spritze nicht ablehen, ohne Risiko für das jetzige Baby?
Ich hatte schon einmal eine Impfreaktion, aber auf eine andere Impfung. Darum bin ich so verunsichert.

Vielen herzlichen Dank
Petra

Hallo Petra,

Ich würde diese Ängste und die frühere Impfreaktion mit Deinem Frauenfacharzt besprechen. Du hast ja schon mal Anti-D bekommen und es gut vertragen. Es gibt keine bekannten Reaktionen welches die Gabe von Anti-D verbieten würde. Es darf also ohne Risiko verabreicht werden. Da es immer auch während der Entbindung zu einer Antikörperreaktion kommen kann, würde man Anti D verabreichen, auch wenn es die letzte Schwangerschaft sein soll.

Denn - es kann immer etwas passieren, wodurch eine weitere Schwangerschaft durchaus auftreten könnte - und dann wären die Folgen bei nicht verabreichter Anti-D-Gabe sehr bedauerlich und voller Risiken.

Ich würde meinen Patientinnen immer anraten - auch wenn dies die letzte Schwangerschaft sein soll - die Anti D Gabe zu nehmen.

Man kann sich natürlich immer weigern sich spritzen zu lassen und dann unterschreiben, dass man darüber aufgeklärt worden ist und die Folgen selber trägt.  Aber man stelle sich nur vor, es käme tatsächlich zu einer Anitkörperbildung, welche für Sie Konsequenzen hätte - Sie müssten alle erdenklichen Folgen selber bezahlen....


Bei allen Überlegungen ist folgender Rat wichtig:

Sprechen Sie mit Ihrem Frauenfacharzt hierüber - die Gabe von Anti-D während der Schwangerschaft und nach der Geburt ist ein absolutes Muss für jeder schwangere Frau, die Rhesus negativ ist mit Rhesus positiver Kindsvater.

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